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Samstag, 18.10., Bhaktapur - Nagarkot
Bekannt ist Bhaktapur wegen seiner Tonwaren. Auf dem Toepferplatz erfaehrt man so manches uber das Handwerk. Nach der Ernte wird auf den Reisfeldern der Ton gewonnen. Der Toepfer benoetigt weisse, rote und schwarze Erde. Die gesammelten Erden werden im Erdgeschoss der Haeuser am Platz aufbewahrt. Lehm, Wasser und Sand werden solange gemiescht und geknetet, bis zum Teil wunderschoene Sachen geformt sind.
18. Oktober 2008
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Heute gehts wieder in das Kathmadu-Tal, und zwar zunaechst ins 16 km östlich von Kathmandu gelegene Bhaktapur. der Bus schafft die Strecke in fuer hiesige Verhaeltnisse unglaubliche 30 Minuten und kosten zudem gerade 20 Cent. Bakthapurs altstadt gehoert zum Weltkulturerbe, was gleich am Kassenhauseschen sichtbar wird.
10 US Dollar muessen als Eintritt berappt werden, allerdings eine gute Investition. Denn in den vergangenen Jahren wurde das Staedtchen authentisch restauriert, andernfalls waere es wohl dem Verfall preisgegeben. Allerdings soll auch sichergestellt sein, dass die Stadt Auto- und somit abgasfrei ist. Sagen wirs mal so: Die Wahrscheinlichkeit in Kathmandu unter die Raeder eines Gefaehrts zu kommen, liegt so ujm die 95 Prozent, in Bhaktapur hats man dies sicherlich auf 85 Prozent verringert. Ich huepfe jedenfalls immer wider von Motorraedern aus dem nichts komend von Bordtein zu Bordstein.
Am Durbar-Square erwartet mich das Goldene Tor, das wohl die schoenste Metallarbeit in ganz Nepal ist. Davor, wie in Kathmandu und Patan, die Bild-Statue des Erbauers und rund herum die zahllosen Tempel und Bauten in einem umwerfenden historischen Backstein Stil. Beim Spaziergang sticht besonders die fuenfstoeckige Nyatapola-Pagode auf dem Tempelplatz hervor. Gleich drei dieser plaetze hat Bakthapur und dennoch ist jeder verschieden.
Und dazwischen buntes Volksleben, Toepfer bei der Arbeit, Bauern, die ihre Ernte zum Trocknen auslegen, Frauen, die ihre Waesche waschen. Und natuerlich wieder jede Menge Haendler, die Ihre Waren unters Volk bringen wollen. Qualitativ sicherlich besser als in Kathmandu, und vor allem auch guenstiger. zeit was zu essen, denn die einzigartigen Dachterassen laden zumindest zum Kaffee ein und bieten einen tollen Blick ueber das Geschehen.
Ach ja - die Wasserversorgung lohnt auch noch einen Hinweis. In der ganzen Stadt findet man sogennante Pokari, das sind Wasserreservoirs oder wie man bei uns freuher sagte, Weiher. Hoert sich gut an, die Verschmutzung und damit die Trinkwasserqualitaet duerfte jenseits von gut und Boese sein.
Gegen 14 Uhr entscheide ich mich fuers Risiko und nehme einen Bus nach Nagarkot. Fuer die 15 Kilometer schiebt sich der Bus keuchend und stoehnend die Serpentinen zum hoechsten Punkt der Gegend. Wenn man Glueck hat und das Wetter gut ist, sieht man eine riesige Himalaya Silhouette um den Aussichtspunkt. Sagen wirs gleich, das Wetter war nicht so und die 8- oder 7-Tausender, die sich hier so tummeln, liessen sich kaum blicken. Sich nicht blicken liess sich auch die Bedienung im Cafe, so dass ich auf beides vergeblich wartete - die 8000er und was zu trinken.
Die Fahrt zurueck nach Bhaktapur war eine Husarenritt. Zunaechst hatte ich nur noch einen Platz auf dem Dach bekommen und so ging es mit noch 12 weiteren Zeitgenossen wieder Richtung Kathmadu Tal. Ichj wollte zwar Bilder machen, doch habe ich mich vorsichshalber am Griff festgehalten. Luftig, luftig, aber die Strassen waren gut. Was nicht von den vierbeinigen Bewohnern der Gehgend gesagt werden kann. Irgendwann so nach fuenf Kilometern stoppt der Bus, auf der Bahn, stehn zwei reisengrosse Viehcher rum. Vermutlich irgeneine Bueffelart, ich weiss es aber nicht. Statt dem Busauszuweichen wehmen die ihre Hoerner und schrubben den Wagen von der Seite. Lediglich den Anwohnern war es zu verdanken, dass wir irgendwann dann nochmal weiterkamen. Die Fahr dauerte nicht lange, als dann irgendwelche Kinder den Bus mit Steinen bearfen, wir einen ausserordentlichen Stopp wegen aktuter Strassenbauarbeiten einlegen mussten und schliesslich noch das Militaer zeimal mit gezueckten MGs in der Hand den Bus kontrollierte. Nach ueber zwei Stunden hatten wir dann die 15 kilometer geschafft.
Ich erhole mich noch etwas im Bhaktapur und nehme dann den gemuetlicheren Bus nach Kathmandu.
P.S. Die Bayern haben endlich wieder gewonnen. Herr Hofmann soll schon mal den Averna kalt stellen. Lg an H1.