Freitag, 17.10., Kathmandu-Tal
17. Oktober 2008


Nach dem wohl zweitbesten - ueber die Nummer 1 muss man sich als Dorn-Assenheimer wohl keine Gedankan machen - Steak allerzeiten und das ausgerechnet in einem Staatr, wo der Hinduismus Rinder zum Heiligtum erklaert und einem grossen Mount Everest Bier klingt der Abend gestern gemuetlich aus. Fuer Heute habe ich einen religioesen Tag eingelegt, denn es gehtu den Heiligtuemern der Hindu und Bhuddisten. Es sind vier asn der Zahl, wobei ich nur drei schaffe. Der schlafende Gott Shiva muss an einem anderen Tage mit mit Bekanntschaft machen. Doch auch die drei Tempel sind tagfuellend, zumal sich alle Staedte nicht in Kathmandu selbst, sonderm im nahe gelegenen Umland befinden.

Am rechten Ufer des Bagmati-Flusses liegt das wichtigste Hindu-Heiligtum: Pashupatinath. Gleich am Eingang stehen die beruehmt, beruechtigten Sadus. Die vier Maenner sitzen in orangenen und roten Gewaendern da, die Haut mit gleichen Farben geschminkt und teilweise mit Asche eingerieben. Die Jungs rauchen (vermutlich irgendein Gras) meditieren und vertreiben sich die Zeit, indem Sie Touristen zwecks Fotoshooting anwerben. Auch ich lasse mit die Gelegenheit nicht entgehen.

Am Fluss werden nach alter Tradition die toten verbrannt. Ich konnte gleich zwei Verbrennungszeremonien aus der Naehe beobachten. Einerseits einen richtigen Ritus, der reich geschmueckte Scheiterhaufen wartet auf die Leiche, der Anblick ist für uns fast unglaublich, jedoch sehr interessant.  Andereseits eine Verbrennung ohne Angehoerige: Monsieur wird ohne Anteilnhme vertbrannt, am Schluss sreut ein professioneller Scheiterhaufenbverwalter die Asche in den Fluss. Nebenbei waschen sich noch Menner in weissen Gewaendern im extrem verdreckten Fluss. Soll heilbringend sein - na denn mal zu. Die Tempel selbst duerfen leider von Nicht-Hindus nicht betreten werden, man kann das Treiben darinnen nur vermuten.

Wenige Kilometer entfernt findet man sich in Klein-Tibet, oder wie es offiziell heisst, in Bouddha. In der Mitte ist die wohl schoenste Stupa der Welt, 40 Meter hoch mit einem goldenen Huetchen und den vierfachen Augen des Buddha. Viele Glaeubige sind versammelt und murmeln das Buddha Mantra Om Mani Padme Hom unablaessig im Uhrzeigersinn immer wieder die Runden um die Stupa drehend.
Um den Platz haben sich viele Laeden und recht hohe Haeuschen angesiedelt, auch mache auf einer Dachterasse ein Paeuschen und beobachte das Treiben auf dem Platz.

Swayambhunath, eine Stupa aehnlicher Art liegt am Stadtrand westlich gegenueber. Die Taxifahrt ist ein Himmelfahrtskommando. Statt dem besten Weg wird der schnellste Weg durch die Innenstadt und Viertel mit schlaglochuebersaeeten, engen Trampelpfaden genommen. Man bekommt so einiges von Kathmadu mit und einige Beulen kostenlos serviert. Ich habe drei Kreuze gemacht, als wir in Swayambhunath ankamen. Der Komplex. Im Gegensatz zu den seitherigen Zeitgenossen, die ich sah, saind die Affen hier hordenweise zu finden und extrem aggressiv. Besondere Zielobjekte sind Handtaschen, Bananen, Brillen und Kameras. Da ich das schon erwartete hatte ich mal probehalber eine alte Spiegel-Zeitschrift locker im Arm gehalten. Das Ergebnis liess nicht lange auf sich warten: Ein Affe schnappte zu und ich hatte mein Altpapier entsorgt.

Die Tempelanlage ist kleiuner aber da auf einem Hiegel stehend interessanter als Bouddha. Viele Einheimische sind hier anzutreffen und gehen ihren religioesen Aktivitaeten nach. Zum Schluss einer religioesen Zeremonie setzen sich die Damen in bunten Gewaendern in Reih und Glied auf den Platz, jede einen kleinen Leuchter vor sich und unterhalten sich. Ich muss mitten durch und will noch schnell ein Foto schiessen. Dabei wirds mir auf einmal heiss, ich stand mit dem Bein an einem Leuchter. Vor Schreck stosse ich den Leuchter um. Als ich ihn anfasse, um die Flamme wieder grade zu stellen, ist der Leuchter dermassen heiss, dass ich mir erstens die Finger verbrenne und zweitens nochmal vor Schrfeck das Ding fallen lasse. Dabei entzuendet sich ein Handtuch der mutmasslichen Eigentuemerin. Mit lautem Geschrei loescht sie das Feuer und verpasst mir vermutlich den groessten Anschliss meines Lebens. Da ich nichts verstehe, kann ich dem Treiben nur verdutzt zusehen oder besser gesagt zuhoeren.

Vermutlich habe ich den grossten religioesen Aufruhrt seit der Vertrebung der Juden vom Tempelberg vor 3000 Jahren angezettelt. Aber man ist ja Anschisse gewohnt und nimmts mit Humor. Die zwei Kilometer ins Zentrum laufe ich. Denn hier erlebt man das wahre Leben der Bewohner. Sie holen sich ihr Trinkwasser an den vielen oeffentlichen Wasserstellen. Hier werden auch die Neuigkeiten ausgetauscht und trotz der aermlichen Verhältnisse hat man den Eindruck, dass die Leute hier viel Spaß miteinander haben.

Schoenes WE in die Heikmat.

P.S. Waschtag in Kathmadu-Vorstadt. Berge von Weisswaesche werden in einem Brunnen geworfen und dann drei bis vier mal gehen einen Stein gehauen. Kein Persil oder Weichspueler De Luxe, der Schmutz wird hier sprichwoertlich rausgepruegelt.  Lg an H1.