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Mittwoch 15.10., Celi La - Haa - Paro
Es ist jetzt 18 Uhr in Paro, in einer Stunde gilt es noch mal Abschied von Bhutan in einer hoffentlich netten Kneipe namens Dagmar zu "feiern". Mal schaun, was die Dagmar so drauf hat. Denn morgen um 7 geht bereits der Flieger nach Kathmandu, was ebenfalls heisst: 4 Uhr aufstegen. Deshalb geht es auch heute gemuetlich zu.
15. Oktober 2008
Gegen 9 Uhr steht der Jeep bereit, es geht zum ca. 40 km von Paro entfernten Celi La Pass. Celi La, Cele La Jeaelela - auf jedem Kilometerstein am Strassenrand ist die Schreibweise eine andere, vermutlich waren verschiedensprachige Arbeiter am Werk. Diese koennen wir entlang der Strasse auch noch beobachten, mit mittelalterlichen Methoden werden Schlagloecher ausgebessert. Wer dort jeden Tag den Teer quasi mit der Hand bearbeitet, duerfte ziemlich schnell reif fuer die Rente sein.
Den Anstieg auf der Passstrase ins Haa Tal unterbreche ich auf dreiviertel Strekce, denn fuer heute haben wir uns mal wieder eine Wanderung ausgesucht, als ob die Blessuren von gestern noch nicht genug gewesen waeren. Aber erstmals in Bhutan habe ich gestern einen Massagesalon entdeckt und gleich einen Termin fuer heute Nachmittag ausgemacht. Also sollen die noch nicht so ganz mueden Glieder noch ein bisschen strapaziert werden. Der Marsch beginnt auf einem - keuch, keuch - doch etwas steilen Wanderweg zum sehenswerten Dzong Drakha. Verschiedene Tempel und das Nonnenkloster Kelly Goampa sind ebenfalls zu sehen. Die Nonnen - der Guide sagt "Lady Monk" sitzen mitten auf dem Weg und machen gerade Mittagspause.
Nach dem Abstecher gehts weiter zum höchsten Punkt des Passes, dem Celi La in knapp 4000 Meter Hoehe. Der Trip hat sich schon hier gelohnt, denn der 7300 Meter hohe Jhomholhari zeigt sich von seiner besten, schneebedeckten Seite und auch seine etwas kleineren benachbarten Bergriesen an der Grenze zu Tibet blinzeln hinter den Wolken hervor. Nicht nur der Ausblick nach oben ist grondios, auch von der anderen Richtun, sprich beim Blick nach unten zeigen sich das Paro-Tal und das Haa-Tal von seiner besten Seite.
An der Stelle solll man auch Ausschau nach Edelweis halten, die hier genauso aussehen wie in den Alpen. Gefunden habe ich allerdings kein, vielmehr sieht man verkohlte Baeume, die Schaedlingskaefer haben auch hier ganze Arbeit geleistet. Die Baeume sind tot und werden abgefackelt. Nach einstündiger Fahrt, hinab auf engen Serpentinen, erreichen wir das Haa-Tal, nach kurzem Aufenthalt gehts zurueck.
Am Nachmittag schaue ich mir noch die Souvenirgeschaefte an, allerdings war wirklich brauchbaren ist nicht zu finden. Eine Traummassage rundet das ganze ab, die Lady hat mir zusaetzlich in bester Hammam Methode gleich die ganze Hornhaut von Koerper geschrubbt.
So und jetzt ist Schluss fuer heute. Einerseits quaelt die Internetcafe-Lady hier meine Ohren mit fuerchterlich schrillen Bhutan-Asia Rhythmen. Womoeglich muessen Maeuse oder irgendwelche Daemonen vertrieben werden. Zum anderen muss ich jetzt zur Dagmar. Schone Gruesse in die Heimat.