![]() |
Sonntag, 11. Oktober, Tashkent
Moin, moin aus Tashkent !
Es ist nicht allzuviel passiert heute. Am morgen rund vier Stunden mit dem Sammletaxi von Samarkand nach Tashkent. Da die Taxis am Stadtrand halten, muss ich noch sehen, wie ich mit Marschrtka und der Metro zum Hotel im Zentrum komme. Tashkent ist die einzige zentralasiatische Stadt mit einer Metro und man erkennt es auf den ersten Blick: Die ist von Russen erbaut und steht den majestaetisch (stalinistischen) Untergrundbauten in Moskau oder St. Petersburg in nichts nach. Leider ist fotografieren strengstens verboten und bei der allegegenwaertigen Polizeipraesenz traue ich mich auch nicht zu fotografieren.
Ueberhaupt - Tashkent ist die wohl sicherste Stadt der Welt, soviel Polizeiueberwachung habe ich noch nirgens gesehen und ich war schon in einigen Laendern, die sich den Namen eines Polizeistaates redlich verdient haben. Auf den ersten Blick sieht Tashkent sehr modern aus. Zwar fiert die Stadt in diesem Jahr ihr 2200 jaehriges Bestehen, doch immer wiederkehrende Erdbeben wie das letzte in 1966 lassen die Bautaetigkeit stets von vorne beginnen. Heute sind die breiten Strassen gepraegt von den russischen Bauten der 70er und 80er Jahre. Allerdings zieren grosse Parks mit Springbrunnen und riesigen Denkmaelern die Stadt.
Ich lasse mir auf den Maerkten die Sonne auf den Kopf scheinen und begebe mich zum Unabhaenigigkeitsplatz. Es ist Sonntag Nachmittag, die Kunstmuseen sind geschlossen, das Leben spielt sich in den vielen Parks ab. Ueberhaupt legt man hier wie in ganz Usbekistan Wert auf Lebensqualitaet. Soviel gruen in den Staedten sieht man selten und die Leute scheinens zu geniessen.
Am Abend wollte ich ins Ilkhom-Theater, aber die haben ausgerechnet heute geschlossen. Insofern wird es heute ein eher ruhiger Abend. Eigentlich koennte ich morgens ins Ferganatal Richtung Kirgistan fahren, aber die komplizierte Routenplanung in Kirgistan lasesst das nicht zu. Also schaue ich mit morgen die "Must See's" im Lonely Planet an.
P.S. Immerhin gibt es hier noch im Kaestchen herforgehobene "Must Sees" im Reisefuehrer.Im Abschnitt ueber Kirgistan sind die umrahmten Kaestchen anders betitelt: "Kyrgyz Survival Tips". Ueberleben in Kirgistan. Lg an H1.
| 11. Oktober 2009 |