Samstag, 06.10., Von Arequipa nach Puno
06. Oktober 2007


Heute mache ichs kurz. Morgens noch eine kleine Stadtbesichtigung in Arequipa: Ziel das Kloster Santa Catalina. Ein riesiger Komplex, quasi eine Stadt in der Stadt umgeben von einer riesigen Mauer, um die Nonnen vor den Verlockungen der arequipinischen Aussenwelt abzuschirmen. Welche dies sein sollten, ist mir nach 24 Stunen Arequipa nach wie vor ein Raetsel. Der Klosterbetrieb war rege, bunte, pastellfarbene Strassen im Inneren mit Baeckerei, Brunnen Krankenstation und eine riesige Aussenwaescherei. Strom gabs erst 1970, auf Druck der Kommune, die bis dato keinen blassen Schimmer hatten was genau sich hinter den Mauern sich abspielte. Um den Nachwuchs brauchte man sich nicht zu sorgen. Traditionell wurde bis ins 18. Jh. das zweitgeborene Maedchen ins Kloster gesteckt.

Ich hole mein Busticket nach Puno ab, wo man mir eroeffnet, dass der Bus eine Stunde frueher abfaehrt. Das heisst: ich hatte exakt 30 Minuten, um zum Hotel zu sprinten, auszuchecken, durch die am Verkehrsinfarkt leidende Innenstadt zu fahren und dann den Bus zu finden. Doch der Taxifahrer hatte verstanden und mein deutliches anfeuern mit "Vamos, vamos" verfehlte seine Wirkung nicht. Formel 1 in Areqipa - und ich war puenktlich.

Puno ist der Eintrittshafen zum Titicacasee, wo ich morgen hinwill. Wie schon vergangenen Sonntag hoere ich aus einer Kirche andine und lebendige Musik. Gottesdienst a la Peru.

P.S. Zum Ende des Gottesdienstes werden die Glaeubigen gesegnet. Mittels einer Plastikwasserflasche mit Loechern im Verschluss. Ich verstehe nicht ganz und so bekomme ich eine dicke Ladung mitten ins Gesicht. Der Pfarrer perplex, ich nass. Der Segen sollte bis Weihnachten reichen. Lg an H1.