Donnerstag, 04.10., Von Cusco nach Arequipa
04. Oktober 2007


Am Morgen steht in Cusco Kultur auf dem Programm. Die Stadt kat viele kleine Kunstmuseen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Da alle beieinanderliegen und der Eintritt pauschal auch fuer alle erhoben wird, bietet sich ein Bummel an. Das Museor D Arte stellt Gemaelde der Cusco Schule, Wandmalereien und Messgewaender aus, waehrend is im Museo Historico archaeologische Funde aus der Inkazeit zu bestaunen gibt. Auch lernt man, dass die Inkas keine Schrift wie wir aknnten, sondern sich mittels Knotenschnueren organisierten.

Der Bogen spannt sich schliesslich bis zur zeitgenoessischen Kunst, die es mit lokalem Kunsthandwerk im Palacio Municipal anzuschauen gibt. Leider ist das Fotografieren ueberall verboten, doch die Kamera unter der Muetze erlaubt dann doch den einen oder anderen Schnappschuss. Auch ist das Wachpersonal alles andere als wach, so dass die besten Bilder in der Slideshow Inka zu sehen sind.

Nach einem Abstecher ins islamisch arabisch gepraegte Cafe Bagdad geht es mit der Lan Peru nach Areqipa. Wer nicht unbedingt nach Lima will, der sollte sich einer Eigenheit bewusst sein, die auf keinem Flugticket steht. Denn wer von A nach C will fliegt nie von A nach C sondern von A ueber B nach C. Also lege ich einen ungepalnten Zwischenstopp in Juliaca ein, womit der eigentlich fuer Arequipa geplante Nachmittag auch ins Wasser faellt. Dass Lan Peru genauso anfaengt wie das Wort langsam, trueg ein Uebriges dazu bei, dass ich erst im Dunklen in Arequipa ankomme.

Arequipa ist eine Raeuberhoehle. Eine Million Einwohner, Verkehrschaos, aber nur drei oder vier sehenswuerdige Strassen. Zudem werde ich ueberall gewarnt, wo ich nicht hingehen darf. Im Reisefuehrer steht das anders, doch mein erster Schein sollte auch nicht truegen. Also plane ich um und buche noch am selben Abend eine Tour in den Colca Canyon. Condore beobachten.

Am Abend sehe ich das erste mal, dass jemand ein Guinea Pig bestellt. Was das ist ? Die Spezialitaet im Sueden Perus - Meerschweinchen oder Cuy, wie man hier sagt. Das Tierchen wird allerdings nicht serviert wie ein Haeschen oder Haehnchen, nein: Der Nager steht frittiert mit allen vier Beinen und erhobenem Kopf inclusive gefletschten Zaehnen auf dem Teller. Na denn guten Appetit.

P.S. Auf den Taxen in Arequipa steht eine Leuchtreklame. Eins davon wirbt fuer "Mister Tours". Das kennen wir in Dorn-Assenheim schon lage. Fruehr ueber Bauernheim, Weckesheim und Heuchelheim, heute direkt zum Addi. Lg an H1.