![]() |
Samstag, 03. Oktober, Almaty
Oh Gott Almaty. Wer hier nicht hinmuss, sollte es lieber bleiben lassen. Da aber die Flugplaene nicht anderes uebrig liessen, als zwei Tage in der Stadt des Apfels und kasachischen Hauptstadt zu verbringen, muss man das beste daraus machen. Um 2 Uhr Nachts landet der Flieger und die Ausreiseformalitaeten laufen erstaunlich flott. Doch dann ein Aerger, wie man ich ihn schon lange nicht mehr hatte. Waehrend ueberall auf dieser Welt ein halbwegs geeordnetes Taxiwesen in die Innenstadt zu beobachten ist, sind hier den Gaunersn Tuer und Tor geoeffnet. Waehrend man im Reisefuehrer liest, die Fahrt koste maximal 15 Euro, wollten die Freunde hier das fuenffache, natuerlich unter vorher flaschen Angaben. Gearbeitet wird zu zweit, ein freunlcihes Maennchen als Begleitung und eine Tuersteher erster Klasse alas Fahrer. Als ich die ungerechnet 75 Euro nicht zahlen wollte, wurde die Herren ungemuetlich. Also habe ich mir erst mal die KfZ Nummer notiert und drauf bestanden, das ganze im Hotel mit der Polizei zu klaeren. Ploetzlich sank der Preis. Inflatiojn und Deflation sind in Kasachstan doch nahe beieinander. Die Stadt selbst ist sehr relaxt und durch und durch gruen, allderdings fehlt ein echtes Stadtzentrum. Es gibt eine ziemlich haessliche Fußgaengerzone mit einem Einkaufszentrum mit dem Namen Silk Way. Ansonsten auf den ersten Blick eine sowjetische Bauweise wo man n ur hinschaut und was das heisst kann man sich denken. Plattenbau, nichts als Plattenbau. Ich beschliesse, die Sehenswuerdigkeiten auf morgen zu vertagen, ist ja noch genug Zeit. Da ich jetzt nicht unbedingt Lust auf kasachische Spezialitaeten habe, markere ich mir im Lonelz PLANET DIE Irischen Pubs an. Und wies der Zufall so will, in der Naehe ist das Molly Malone - als nichts wie hin. Mehr darueber gibts morgen.
Na ja der Rest des Tages ist schnell erzaehlt. Da ich die Woche ueber kaum gewschlafen habe, muessen jetyt etwa 20 Stunden Schlaf nachgeholt werden. Dioe Zeitverschiebung von vier Stunden fuehrt zudem dazu, dass der koomende Tag deutlich spaeter beginnt. Kurzum: nach 12 Stunden Schlaf wache ich um 16 Uhr Ortszeit auf. da die Oeffnungszeiten jeglicher Geschaefte und Diesntleister denen des Deutschland von vor 20 Jahren entsprechen, kann man sich vorstellen was heute noch passier ist, naemluich nichts. Als erstes scheiterte mein Vorhaben, den morgigen Flug nach Usbekistan rueckzubestaetigen, dann hatte selbst der Supermarkt um die
Ecke schon geschlossen. Ein muntermachendes Cola Zero war somit auch zur blanken Utopie geworden.
Die aktuelle Planung sieht zwei Tage in Almaty vor, so spart man sich immerhin die Registrierung bei der Auslaenderbehoerde. Also ein stressfaktor weniger. Zunaechst ist jedenfalls Sightseeing angesagt und da hat Almaty laut Reisefuehrer angeblich so einiges zu bieten, z. B. eine schoene neue Moschee, die ebenso prächtige hoelzerne Auferstehungskathedrale, der man ihren Baustoff nicht ansieht, die ihm aber wohl zu verdanken hat, zwei Erdbeben Anfang des letzten Jahrhunderts ueberstanden zu haben, ein monumentales russisches Kriegerdenkmal, eine ebenso momumentales Unabhängigkeitsdenkmal und mehrere Basare. So jedenfalss stehts im Lonely Planet.
P.S. Also wenn ich ueberlege wer sich da heute alles im Dirndl und Lederhose auf der Muenchener Wiesen rumtreibt, da schaue ich doch mal, was im Molly Malone los ist und hurraa !!!! Oktoberfest !!! Oans, Zwoe, Na Sdarowje !!! Ok, ist kein kasachisch, aber was solls. Lg an H1.
| 03. Oktober 2009 |