Dienstag, 02.10., Im Urumbamba-Tal (Sacred Valley)


Weiter geht es in der Welt der Inkas. Doch zunaechst noch die Aufloesung des Raetsels, wie man Haydee (Tagebuch vom 01.10.07) Schachmatt setzt:

Man setzt die Dame mit ein paar hochprozentigen Pisco (Ein Traubenschnaps aus Peru, sehr lecker !) ausser Gefecht, indem die altbewaehrte und erfolgreiche Norbert Petri/Dieter Ess Methode angewandt wird. Fuer Nichtinsider: Herr Petri ist in Dorn-Assenheim dafuer zustaendig, Lebende im Nullkommanichts mittel diverser Obstwasser ins Jenseits zu befoerdern, waehrend Herr Ess es immer wieder schafft, trotz Konsum groesserer Mengen gleichen Inhalts nuechtern zu bleiben. Man muss nur die richtige Bedienung kennen, und schon hat der Obstler null Promille.

Es ist jetzt Dienstag, 22.45 Uhr. Ich habe noch 15 Minuten, dann schliesst der Shop und ausserdem habe ich hier noch einen Termin. Also in Kuerze:
 
Haydee geht es heute schlecht, die sieben doppelten Pisco haben doch ihre Spuren hinterlassen. Nach einem Trip nach San Blas, ein kleiner Vorort mit kleinen engen urigen Gaesschen, brechen wir auf nach Pisac. Heute ist Markttag und so bietet es sich an, erstmal zu begutachten, was in Cusco und Umgebung so alles produziert wird. Jedenfalls lohnt jeder dieser Maerkte hier im Tal, farbenpraechtiger geht es wohl nur noch in Bolivien zu. Pisac steht aber auch fuer den Namen einer Felsenfestung, die sich oberhalb der Stadt an den Berghang lehnt. Das Gebiet ist weitlaeufiger als gedacht, und beim Aufstieg ueber die ziemlich unbequemen Stufen gibts auch die erste Verletzung. Ich rutsche aus und humpele den Rest der Felsen mit mehr oder weniger einem Bein hoch. Es lohnt sich, denn die Aussicht ist faszinierend. Ueber Urumbamba geht es dann nach Ollantaytambo. Auch hier muss das leidgepruefte Fuesschen hoch hinauf auf eine Felsenfestung. Es ist eine der schoensten Anlagen , die besonders wie schon Pisac durch ihre Steinterassen vorsticht. 

Interessant: Verschiedene Staedte sind nach der Statur der heiligen Tiere der Inkas gebaut. Es gint die Stadt der Condore, die Stadt der Lamas und die Stadt des Puma. Ob ein nahe gelegenes in drei Streifen gepfluegtes Gelaende nun das Feld von Adidas ist, wurde mir bis dato nicht beantwortet.

Nach einem Rundgang durch das historische Staedtchen - auch hier gibt es natuerlich wieder einen Indigena Markt - wartet bereits der Zug nach Aguas Calientes. Im Dunklen fahren wir knapp zwei Stunden mit Perurail Richtung Machupicchu. Dort angekommen, die ersten Ernuechterungen. Von der Hostalbuchung wussten nur wir, nicht aber der Maestro an der Reception. Auch von dem versprochenden Treffen mit dem Guide fuer morgen war nichts zu sehen. Da alle Diskussionen nichts nutzten, schlug ich vor das zu machen, was in so einer Situation am Besten ist. Nachdem ich meine Homepage aktualisiert habe, gehen wir auf dem Plaza Mayor noch etwas trinken und schauen, was der morgige Tag bringt. Denn dann wartet Machupicchu !!!

P.S. Als ich mir in Pisac den Fuss verstaucht habe, packt meine Begleitung ein Autan-aehnliches Spray aus. Auf die Frage was ich damit soll, folgende Antwort: "Damit die Moskitos den vor diesen unfaehig zu fliehenden Fusskranken auch nicht noch aussaugen." Fuersorge a la Peru .... Lg an H1.

02. Oktober 2007