![]() |
Montag, 01.10., Cusco
Angekommen in der Welt der Inkas. Ab heute heisst es erstmal Kultur und was der Tag sonst noch so bringt. Nachdem ich gestern Cusco bei Nacht erkundete, will ich das ganze heute einmal bei Tageslicht sehen, denn das Altstadtzentruum ist uebersichtlich und gut zu erschliessen. Wie schon bei den Inkas schlaegt das Herz der Stadt am Plaza des Armas, von dem aus sich urige Stadtteile, aber auch sehr touristische Gegenden finden. Ueberall etwas Inka, sehr viel spanisches, aber summasummarum ein Staedtchen, das einen laengeren Aufenthalt lohnt.
Es ist 11 Uhr morgens und so beschliesse ich auch mal in die Viertel zu gehen, die der Tourist gemeinhin nicht besucht. Denn dort herrscht authentisches Leben, Peruanas in traditionellen Looks mit Hut (in Peru tragen die Girls den Hut) bieten allen allen Ecken alles Moegliche an. Ich probiere erstmals so einiges der heimsichen Kost, weiss zwar nicht mehr was es war, schmeckt aber gut. Das gibt es auch auf dem spottbilligen zentralen Markt. Doch die angebotenen Waren sind weniger exotisch, als ich dachte.
Nachmittags findet eine Tour in die antike Inkawelt rund um Cusco statt. Man begegnet fast nur noch Indionamen. Qoricancha (das einst wichtigste Heiligtum der Inkakultur), Saqsaywaman (eine Inkaruine 1000 m oberhalb der Stadt mit meterdicken Felsmauern), Tambomachay, und Pukapokara. Letzteres bedeutet die rote Festung, womit aber nicht Cuba oder Florstadt gemeint ist. Die Attraktivitaet der Reiseleiterin uebersteigt ihre Englischkenntnisse doch um einiges, so dass ich mich nach einiger Zeit den bunten Staenden der Einheimischen zuwende. Dort gibt es aso alles aus Lama oder Alpakawolle, Silberschmuck und jede Menge Inka Symbole aus Keramik, Holz oder Glas. Ueberall auch Indianas, die mit einem Lama oder Alpaka im Schlepptau fuer Bilder posieren. Da ich noch kein freilebendes Exemplar (Lama, nicht Indiana) gesehen habe, mach ich das Spiel mit und schiesse ein paar nette Motive.
An einem treffe ich Jessica, eine Peruana aus Lima, die zufaellig fuer die kommenden zwei Tage die gleiche Tour gebucht hat. Allerdings hat sie ihre Nichte Heidi (O-Schreibweise: Haydee; eine Nervensaege pear Excellence) im Schlepptau, die ich erst einmal eliminieren muss. Doch mehr dazu morgen.
P.S. Wenn man in Cusco ein Bier bestellt, dann sagt man "Una Cerveza Quscuena, was im Deutschen etwa "ein Licher Bier" entspricht. Niemals bestellt man aber ein Cusquena. Das hiesse dann im deutschen Aequivalent "Eine Licherin" und man bestellt kein Bier, sondern die Bedienung. Wenn dann Blicke toeten koennten. Lg an H1.
| 01. Oktober 2007 |