Dienstag, 25.09., Anreise


5.30 Uhr - der Wecker klingelt. Vor mir liegen genau 24 Stunden, die wohl laengste Anreise, an die ich mich erinnern kann. So  genau war mir dies allerdings in diesem Moment auch nicht bewusst, denn ausser der Abflugzeit in Frankfurt hatte ich mir nicht viel notiert. Wie auch immer, die Airline mit dem Kranich im Logo war puenktlich, offerierte ihren gewohnten Service und zeigte nach etwa vier Stunden ein Video  - Shrek III. Nach diesem - nomen est omen - Schreck schloss ich die Augen und bis auf die extrem geschminkten Stewardessen gab es nichts besonderes zu berichten.

Neuneinhalb Stunden spaeter - Landung in Miami. Aus dem Fenster erblicke ich die Skyline von Miami Beach. Dort war ich Anfang der 90er schon mal, aber ausser den herrlichen Art  Deco Fassaden, einem Rollerblade-Unfall und einem folgemschweren Abstecher in die dortige Gastronomie gibt mein Gesdaechtnis nicht mehr viel her.

Amerika, genauer die USA sollte man weitraeumig umfliegen, wenn man nicht gerade hin muss. Die vier Stunden Aufenthalt waren schnell vorbei, denn auch der Durchreisende muss zunaechst aus- und dann wieder einchecken. Dies dauert seine Zeit und ausser einer Diskussion mit einer Starbucksverkaeuferin ueber die angesichts unzaehliger Art Deco Motiven haesslichen Starbuckstassen und dem Erwerb einer Cola Zero konnte ich nichts mehr unternehmen.  Immerhin verlief die Einreise problemlos, war mir doch in der Schlange aufgefallen, dass ich noch einen Stempel aus Syrien im Pass hatte. Die spielen meines Wissens in der Schurkenstaattabelle ziemlich weit vorne mit.

Mit Verspaetung hob die American Airlines dann nach Lima ab, nochmals 5 1/2 Stunden dauert das Ganze. Ich wurde in die letzte Reihe gepfercht, doch neben der Toilette ist Unterhaltung garantiert. Als dann dann Shrek III als Video aufgelegt wurde, schloss ich die Augen.

In Lima ging alles erstaunlich flott, nach maximal 20 Minuten sass ich im Taxi. Auf dem Weg in die Innenstadt unzaehlige Leuchtreklamen und Spielcasinos - man denkt eher an Las Vegas als an die Inkas. Der erste Eindruck war unerwartet erfreulich und positiv - doch dies sollte sich am Folgetag aendern.

P.S. Zu diesem Artikel gibt es keine Bilder - auch wenn die Maedels von der LH die Homepage zumindest farblich bereichert haetten.




25. September 2007