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Freitag, 23.05, Essaouira
Um exakt 4.05 Uhr wird mir der Nachteil meines 6 Euro Betts bewusst, steht die Herberge doch neben einer Moschee. Ueber Lautsprecher donnert der Dorfmuezzim sein Allah u Akhbar gleich mehrmals in mein Zimmer, dass einem der Schreck in die Glieder faehrt. Gegen 8 Uhr verlasse ich das Hotel. Weder an der Rezeption noch sonstwo ist irgend ein Mensch zu sehen. Ich sage der Wanduhr good bye und versuche mein Gepaeck bis zum Abend irgendwo unterzubringen. Es geht zum Strand. Nichts aufregendes , ein paar Cafes und ein paar wenige Surfer. Da sich meine Surfkenntnisse ausschliesslich auf das Internet beziehen, schaue ich mir das auch nur kurz an. Am Ende des Strandes beginnt wieder der interessante, weil altertuemliche Hafen. Hier ist maechtig was los. Es gibt haufenweise Boote zu sehen, Boote werden gebaut, repariert und gewartet, Netze begutachtet und die Fischer schleppen ihren Fang an Land. Und was da so im Netz zappelte, war fuer den wasserarmen Mitteleuropaer schon beindruckend. Allein die Krebse waren so gross wie eine ausgewachsene Katze.. Ich schnappe mir einen Fisch unnd lasse ihn auf dem Grill nebenan zubereiten. Hoeffentlich ist der geniessbar. Beim letzten Fang dieser Art in Birma hatte ich vier Wochen Magenprobleme. Vom Hafen nehme ich mir ein Tazi und fahre aufs Land zu einer der viellen Kooperativen, welchen manm bei der Herstellung ihrer Waren zusehen kann. Zurueck in der Stadt feilsche ich dann noch mit dem Postbeamten noch um seine letzten paar Briesmarken, denn ich habe bis dato noch keine einzige Karte geschrieben. Noch einmal ein ausfuerlicher Trip druch die coolen Gaesschen und dann nichts wie weg zum Flieger. Weitere 8 Stunden Busfahrt woillte ich mir erparen. Im Reisefuerer stand, die Fahrt dorthin waere fuer 100 Dirham zu haben. Weitgefehlt, der erste wollte 250 haben. Da die Truppe aber schlecht organisiert ist, probiere ich es mir der hier ueblichen orientalischen Coolness. Ich suche ich mir ein Stueck pappkarton und schreibe das Reiseziel und mein Gebor von 120 Dirham drauf. Exact drei von den ca. 50 Taxifahrern boten sich an und los gings zum Flughafen zurueck nach Casablanca. Ein nettes Propellermaschinchen, die mir eh lieber sind. Laut, aber nicht so viel Geschaukel. P.S. Fuenf Mal am Tag ruft der Muezzim seine Schaefchen. Aber nie puenktlich, immer 5 Minuten nach der Zeit. Sitzt wohl erst am Radio und lauscht den Nachrichten. Lg an H1
| 23. Mai 2008 |