Sonntag, 18.05, Meknes - Moulay Idriss - Fes



Heute steht ein Ausflug auf dem Programm. Per Zug in die 60 lm entfernte zweite Koenigsstadt Meknes. Doch zunaechst nehme ich mir ein Sammeltaxi nach Mulay Idris. Das ist die Heilige Stadt Marokkos mit dem Grab des ersten Königs von Marokko Mulay Idris. Er wurde 804 von einem Abgesandten des Kalifen Harun al-Rashid vergiftet. Pech gehabt. Hatte ich auch. Ein Sammeltaxi ist ein alter Mercedes plus Fahrer und 6 Passagieren. Zwei vorn und vier hinten. Eingequetscht zwischen zwei Gestalten a la Sumo Ringer geht es kraechzend in die Stadt. Hier befindet sich das Grabmal des Moulay Idriss, ein Urenkel des Propheten Mohammed. Fuer die Moslems ist es ein Wallfahrtsort, - so eine Art Mekka fuer kleine Leute - fuer Nichtmuslime ist das Zentrum gesperrt. Ein boeser Blick der Wache tut ihr uebriges; dass ich mich da auch nicht weiter vorwage.

Das Staedtchen liegt auf zwei Huegeln. Diese kann man durch ein  Wirrwar von engen Gaesschen erreichen und dann wenn man die Terassen tatsaechlich gefunden hat einen grossqrtigen Ausblick quf das Mausoleum und die Stadt geniessen. Dass ich mich dabei unzaehlige Male verlqufen habe, versteht sich von selbst.

Zurueck nqch Meknes nehme ich lieber den Bus, die Sumo-Ringer im Sammeltaxi hatten ihre Spuren hinterlassen. Die Altstadt entspricht der von Fes, aber uebersichtlicher. Ueber das berühmtesten Tor Marokkos, das Bab el Mansour, geht es in die Altstadt. Hierhin verirren sich nur wenige Touristen, sodass diese noch zu den ursprünglichsten Marokkos zählt. Mitten im hektischen Trubel der Souks befindet sich noch ein Museum; in dem marrokanische Kuenste zu bewundern sind. Im Innenof sehe ich das erste mal ein Orangenbaeumchen, das natuerlich so lange unter die Lupe genommen wird bis - o Zufall - eine reife Frucht herunterfaellt.

Nun gings zum Mausoleum des Moulay Ismail mit seinem mit zahlreichen Stuck- Fliesen- und Golddekorationen, ausgestqttetem Vorraum. Und im Grabraum ruht der Meister selbst. Am Abend ergattere ich noch den letzten Bus nach Fes. In den Linienbussen ist immer was los. Ich sass so in der Mitte als hinten eine Horde Einheimischer sich in die Haare geraet; riesengrosser Trubel. Da bremst der Fahrer; steht auf und wirft die beiden Krawallos kurerhand aus dem Bus hinaus. Der Rest der Fahrt bestand in grossem Stillschweigen ....

In Fes qngekommen, werden die mueden Glieder noch in einem Hammam aufgepeppt. Doch mehr dazu morgen.

P.S. In Moulay Idriss lerne ich das Marokkanische Taxi kennen. Hat vier Beine und macht I A ! War wohl fuer den Esel und mich besser, dass ich die Altstadt zu Fuss passiert habe. Lg an H1.









18. Mai 2008