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Samstag, 17.05, Fes
Die erste Herqusforderung ist wieder einmal die Keyboardtastatur. Die komplette Interpunktion ist auf einr qnderen Taste als sichtbar; so dass ich auf Kommas oder Punkte weitgehend verzichte.
Puenktlich um 8 Uhr faehrt die Bahn in Casa Voyageur ab; es beginnt ein relativ unauffaelligr; aber genuetlich fuenfstuendiger Bahntrip. Da es bei dr Ankunft schon frueher Nachmittag ist; gibt es heute kein grosses Programm; lediglich ein Trip in die Altstadt ist angesagt. Da kommt man vom Bahnhof nur mit einem der unzähligen Petit Taxis, wie man sie nennt, hin und verlaesst zunaechst die Ville Nouvelle mit ihrem großzügigen französischen Gesicht, den grossen Villen und den breiten Boulevards. Der Taxifahrer, der aussieht wie ein Buschreiter, mit einem wilden Pferd unter seinem Hintern, fädelt sich in den fliessenden Verkehr ein, oder sollte man sagen, er zwingt den Verkehr, sich um sein kleines Taxi einzufädeln. Das machen andere aber auch. Selbstverständlich erspart er sich die Mühe, nach links oder rechts oder nach vorne oder hinten zu schauen, tritt wo es nur geht qufs Gas und stürzt sich nach den guten alten Regeln ins Getümmel.
Auf dem Programm steht die Besichtigung von Fes. Doch bevors ins Getümmel der Altstadt geht; fahren wir hinauf zum Borj Sud, einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt, um einen grandiosen Überblick über die beiden alten Stadtteile zu bekommen. Es folgt ein Bummel in Fes-El-Bali, der Medina die teilweise aus dem 9. Jh. stammt. In den engen, verwinkelten Gassen herrscht ein Gewirr von Menschen, Eseln, und Handkarren. Und wenn alle paar Sekunden von irgendwoher der Ruf "Ballak" ertönt, so hat das nichts mit dem Fußballer zu tun, sondern ist das ein Hinweis darauf dass man ausweichen soll um nicht unter die Räder bzw. unter die Hufe eines Esels zu geraten. Höhepunkte sind die Karaouine-Moschee und die vielen Maerkte.
Da mein Orientierungssinn eh gleich null ist; versuche ich es erst gar nicht mit meinem Reisefuehrer; zu verwinkelt sind die Gaesschen und spaetestens wenn mqn zum dritten mal vom gleichen Teppichhaendler begruesst wird; weiss man; dass man sich verlaufen hat:
Also laesst man sich einfach vom Strom der Menschen treiben ohne auf den Weg zu achten: So kann man auch abseits der Touristenmaerkte den Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Maenner mit schwerbeladenen Eselskarren bringen den Nachschub, denn LKWs passen nicht in die engen Gassen. Auf dem Rueckweg zun Hotel gehts es noch zum Koenigspalast, wo natuerlich wieder nur eine Außenbesichtigung möglich ist, und mit dem Stadtteil Fes-El-Jedid (Neu-Fes) aus dem 13. Jh. Vierzehn Tore zieren die Befestigung der Medina; darunter das Bab Boujeloud, das blaue Tor mit seinen beeindruckenden Mosaiken:
Zum Abschluss des Tages gibts dann noch ein Bierchen in einem der kleinen Lokale in Fes. Das Flaeschchen im 0.24 Liter Inhalt. Eins auf die Bayern Meisterschaft; eins fuer den Olli und sein Letztes Spiel; eins fuer die Christa weil der FCN abgestiegen ist uns eins auf den TSV dqnit der morgen gewinnt.
P.S. Fes wimmelt von Touristenfuehrern; die schlimmer als die sieben biblischen Plagen sind. Sobald man als Deutscher identifiziert wird; toent es in einer penetranten Stimme; ob man nicht einen kleinen Fuehrer gebrauchen koenne. Ich habe dann gesagt; wir hatten schon mal einen groesseren und das hat auch nichts genutzt. Bei dem Satz wird selbst der nervigste Guide sprachlos. Lg an H1.
| 17. Mai 2008 |